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DAS AUGE

 

Die Augen sind die komplexesten Sinnenorgane des Menschen. Trotz aller Fortschritte in der Medizin lässt sich verlorenes Augenlicht bis heute nicht ersetzen.

Kameras und menschliches Auge haben einiges gemeinsam. Der erste Fotoapparat-Prototyp des Erfinders Joseph Nicéphore Niépce besaß schon 1826 ein Linsensystem und eine Blende. Das menschliche Auge hat diese Bauteile für das räumliche Sehen gleich doppelt: Augapfel mit Hornhaut, Linse und Iris. Der Sehvorgang ist ziemlich komplex und Bauteile allein würden dafür nicht reichen. Vom Auge führt deshalb eine Kabelleitung direkt ins Gehirn, das alle optischen Eindrücke verarbeitet und interpretiert. Die meisten Menschen empfinden das Auge als wichtigstes Sinnesorgan. Immerhin nimmt es mehr als die Hälfte aller Informationen aus der Umwelt auf. Wenn Menschen kommunizieren, tun sie das nicht nur durch Sprache oder Gesten, sondern auch mit den Augen.

 

 

AUFBAU & FUNKTION

Das Auge ist das wichtigste Sinnesorgan des Menschen. 95% unserer Vorstellung von der Welt beruhen auf Wahrnehmungen unserer Augen.


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Das Licht geht bei geöffneten Lidern zunächst durch die durchsichtige Hornhaut (das Fenster des Auges) zur Pupille. Hinter der Pupille liegt die Linse des Auges. Sie wird von vielen feinen Fasern an ihrem Platz gehalten.


 

Die Linse hat die Aufgabe, das ankommende Licht so zu brechen, daß ein scharfes Bild auf der Netzhaut entsteht, egal, ob Sie gerade in die Weite oder in die Nähe schauen. Diese Aufgabe ist mit den Autofocussystemen der modernen Photoapparate vergleichbar. Das Auge hat also sein eigenes Autofocussystem, um in jeder Entfernung ein scharfes Bild zu liefern. Das vom Objektiv, also der Augenlinse scharf gestellte Bild, wird von der Netzhaut des Auges aufgenommen wie vom Film des Photoapparates. Die Netzhaut hinten im Auge stellt also den Film des Auges dar. Fehler in diesem optischen System können Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung verursachen.

Diese optischen Fehler müssen mit einer Brille ausgeglichen werden. Hinter der Linse durchläuft das Licht den durchsichtigen Glaskörperraum und trifft dann auf die Netzhaut. Vom Film zum Bild braucht es weitere Arbeitsschritte. Bis zum fertigen Bild benötigt der Mensch noch den Sehnerv und das Gehirn.

Von der elektromagnetischen Welle (Licht) zum gesehenen Bild: um zum fertigen Seherlebnis zu kommen, muß die Optik des Auges das Licht physikalisch aufbereiten. Die Optik sind die Hornhaut und die Linse. Die Netzhaut, der Film, wandelt das Licht in Strom um. Dafür sorgen Empfänger, die entweder Farben wahrnehmen oder nur Schwarz/Weiß - Kontraste erkennen.
Der Sehnerv transportiert die von den Millionen Lichtempfängern gewonnenen Daten ins Gehirn zum Sehzentrum. Im Sehzentrum des Gehirns liegt die Bilderdatenverarbeitung


Dazu gehört das Abgleichen und Verrechnen der Seheindrücke beider Augen und der Vergleich mit bereits gesehenen Bildern.


 

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