- Myopie (Kurzsichtigkeit)
- Hyperopie (Übersichtigkeit / Weitsichtigkeit)
- Presbyopie (Altersichtigkeit)
- Astigmatismus (Stabsichtigkeit)
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Wie sieht ein Mensch mit seinem Auge eigentlich?
Das Auge funktioniert ungefähr so wie eine Kamera.
Das Licht - also das "Bild" - kommt durch die Öffnung des Auges herein. Es wandert durch die Hornhaut und durch die Linse in das Augeninnere und landet an der Augenrückseite auf der Netzhaut.

Die funktioniert etwa wie eine Filmoberfläche in einer Kamera; das auf sie projizierte Bild wird an das Gehirn gemeldet. Das normalsichtige Auge hat auf der Netzhaut ein scharfes Bild. Es gibt aber auch kurz- und weitsichtige Augen. Das kurzsichtige Auge ist zu lang, das weitsichtige Auge zu kurz.
Theoretisch gibt es zwei Möglichkeiten, die Fehlsichtigkeit zu korrigieren.
Entweder muß man den Umfang, also die Länge des Auges verändern, oder man muß die Brechkraft der Hornhaut bzw. der Linse verändern. Daß man kaum ein Auge herausnehmen und in seinem Umfang verändern kann, ist schnell verständlich. Also bleibt nur die Korrektur der Brechkraft (lat. "Refraktion"). Deshalb nennt der Mediziner diese Art der Augenchirurgie auch "refraktive Chirurgie".
Im Gegensatz zu anderen Operationen am Auge (etwa zur Einsetzung einer künstlichen Linse beim Grauen Star) wird die refraktive Chirurgie nur auf der Augenoberfläche aktiv. Es werden per Laser einzelne Moleküle der Hornhaut so abgetragen, daß das Bild auf der Netzhaut scharf auftrifft.
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Myopie (Kurzsichtigkeit)

Entweder ist die Brechkraft von Hornhaut oder Linse zu stark (Brechungsmyopie), oder das Auge ist zu lang (Achsenmyopie): parallel einfallende Lichtstrahlen werden auf einen Punkt gebündelt, der vor der Netzhaut liegt. Je Millimeter Augen-Überlänge ergeben sich ca. 3 Dioptrien.
Ein Minusglas (zur Zerstreuung) gleicht Myopie aus. Der Laser kann mit dem gleichen Ergebnis die Hornhaut verflachen, indem er Moleküle im Tausendstel-Millimeter-Bereich vom Hornhaut-Mittelpunkt beseitigt. Wenn die neue, flache Hornhautform die Augen-Überlänge exakt kompensiert, ergeben sich null Dioptrien, und alle Lichtstrahlen werden perfekt auf der Netzhaut fokussiert.
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Hyperopie - Übersichtigkeit (Weitsichtigkeit)

Entweder ist die Brechkraft von Hornhaut oder Linse zu schwach Brechungshyperopie), oder das Auge ist im Verhältnis zur Brechkraft zu kurz (Achsenhyperopie). Lichtstrahlen, die parallel auf das Auge treffen, werden so gebündelt, daß sie - theoretisch - erst hinter der Netzhaut zusammentreffen. Weitsichtigkeit ist viel komplizierter als Kurzsichtigkeit. Der Mensch wird extrem weitsichtig geboren, denn das Auge eines Babys hat zwar die langfristig korrekte Hornhautkrümmung, aber es ist noch viel zu kurz. Hinzu kommt die angeborene Fähigkeit des Menschen, Weitsichtigkeit durch Anspannung des Augenmuskels (Ziliarmuskel) per Linsenwölbung auszugleichen (Akkommodation).
Ein Plusglas (zur Bündelung) gleicht Hyperopie aus. Der Laser kann mit dem gleichen Ergebnis die Hornhaut versteilen, indem er Moleküle im Tausendstel-Millimeter-Bereich von einem ringförmigen Gebiet um den Hornhautmittelpunkt beseitigt. Wenn die neue, steile Hornhautform die Augen-Unterlänge exakt kompensiert, ergeben sich null Dioptrien, und alle Lichtstrahlen werden perfekt auf der Netzhaut fokussiert.
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Presbyopie - Alterssichtigkeit
Normalsichtigkeit besteht nur für die Fernsicht; um in der Nähe zu sehen, benutzt das Auge ein inneres Autofokus-System (die Augenlinse). Die Augenlinse verliert im Laufe des Lebens ihre Fähigkeit als Autofokus-System (Akkommodation genannt). Sie verhärtet sich mit zunehmendem Alter, entsprechend wird das Autofokus-System Augenlinse schwächer und muß mit einer Lesebrille unterstützt werden.
Wenn die Fähigkeit zur Akkommodation auf etwa 3 Dioptrien geschrumpft ist, bemerkt man sie; dies ist etwa mit 45 Jahren der Fall.
Eine Lesebrille ist jetzt nötig, um Kleingedrucktes näher am Auge zu lesen. Sie wirkt als Plusglas und bündelt die Lichtstrahlen. Mit 45 Jahren +1 Dioptrie, mit 50 bis 55 Jahren +2 Dioptrien, ab 60 Jahren +3 Dioptrien. Eine Behandlung mit dem Excimer-Laser wird derzeit noch nicht empfohlen.
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Astigmatismus - Stabsichtigkeit

Bei Normalsichtigkeit, Kurz- und Weitsichtigkeit ist das Auge außen gleichmäßig kugelförmig gebildet. Anders beim Astigmatismus: die Hornhaut ist unregelmäßig geformt. Auf diese Weise wird ein Lichtstrahl nicht zu einem Punkt gebündelt sondern nur zu einer Linie auf der Netzhaut. Astigmatismus kann mit Myopie, Hyperopie und Presbyopie kombiniert auftreten. Es gibt sogar "astigmatismus mixtus", bei dem die eine Achse myop ist und die andere Achse hyperop.
Mit einer Brille kann Astigmatismus in der Regel ausgeglichen werden, ebenso mit dem Laser. Extreme Hornhautverkrümmungen sollten jedoch nicht mit dem Laser behandelt werden. Hier sind alternative Methoden überlegen.
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